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Sicherheitspass

Der Sicherheitspass ist eine stabile, öffentliche Seite je Produkt mit den Nutzerinformationen, die CRA-Anhang II einem Produkt mit digitalen Elementen beilegt sehen will. Er ist als der Link gedacht, den Sie ins Handbuch drucken oder als QR-Code am HMI zeigen — eine URL, die über die Lebensdauer der Produktdokumentation gültig bleibt.

Die Seite wird aus den Daten zusammengestellt, die Sie in Resilic pflegen, zugeordnet zu den Anhang-II-Punkten:

  • Herstelleridentität — Name, Postanschrift, digitaler Kontakt (Punkt 1).
  • Schwachstellenmeldung — die zentrale Kontaktstelle für Schwachstellenmeldungen und der Fundort Ihrer CVD-Richtlinie (Punkt 2).
  • Produktidentifikation — Name, Typ, eindeutige Identifizierung (Punkt 3).
  • Support — Art des Sicherheitssupports und Enddatum des Support-Zeitraums (Punkt 7).
  • Advisory-Kanal — Ihr CSAF-Publisher-Namespace, wo Sicherheitshinweise erscheinen.
  • SBOM-Verfügbarkeit — wo die SBOM abrufbar ist, falls Sie sie Nutzern zugänglich machen (Punkt 9).
  • EU-Konformitätserklärung — die Internetadresse der Konformitätserklärung, sofern erfasst (Punkt 6).

Punkte, die Resilic nicht für Sie hält — Zweckbestimmung und Sicherheitsumgebung, vorhersehbare Risikoumstände und die detaillierten Nutzeranweisungen (Punkte 4, 5 und 8) — erscheinen als ehrliche offene Zeilen („vom Hersteller bereitgestellt / hier noch nicht veröffentlicht“). Der Pass erinnert Sie in der App daran, sie zu schließen; er erfindet nie Inhalte auf einer öffentlichen Seite.

Anhang II Punkt 9 fragt, wo die SBOM abrufbar ist, falls Sie sie Nutzern zugänglich machen. Der Pass kann genau dieser Ort sein: Ein Schalter im Produkt-Drawer — „SBOM zum Download veröffentlichen“, standardmäßig aus — ergänzt die öffentliche Pass-Seite um Download-Links je Version.

  • Downloads liefern die original eingelesene Datei, Byte für Byte (CycloneDX JSON): Die Signatur eines Lieferanten und der erfasste SHA-256 bleiben im CRA-Tooling Ihres Kunden prüfbar.
  • Es erscheinen nur Versionen mit erhaltenem Original; SBOMs, die vor der Rohdaten-Aufbewahrung eingelesen wurden, haben erst nach erneutem Upload einen Download.
  • Die Links hängen am Pass selbst: Den Pass widerrufen oder den Schalter ausschalten nimmt jeden Download sofort offline. Beim Erneuern der URL bleibt Ihre Veröffentlichungsentscheidung erhalten.
  • Die Veröffentlichung ist Ihre Entscheidung — der CRA zwingt Sie nicht, Nutzern die volle SBOM auszuhändigen, und der Pass zeigt standardmäßig weiter die ehrliche Zeile „vom Hersteller auf Anfrage bereitgestellt“.

Den Pass verwalten Sie im Produkt-Drawer:

  • Erstellen erzeugt die stabile öffentliche URL (einmalig zum Kopieren angezeigt — ins Handbuch übernehmen oder als QR-Code rendern). Anders als der Freigabelink des Evidenzpakets läuft der Pass nicht ab.
  • Link erneuern stellt eine neue URL aus und macht die alte sofort ungültig — etwa wenn ein Link geleakt ist oder Sie gedrucktes Material bewusst entwerten wollen. Je Produkt ist ein Pass-Link aktiv.
  • Widerrufen nimmt die Seite vollständig offline. Widerrufene oder ungültige Links sind schlicht nicht auffindbar.

Die Anhang-II-Pflichten gelten mit dem vollen CRA ab dem 11. Dez 2027 — der Pass ist ein Weg, diese Nutzerinformationen früh bereit zu haben, und die öffentliche Seite sagt das selbst. Ein veröffentlichter Pass ist keine Konformitätsaussage, und Resilic zertifiziert nichts: Der Pass zeigt, was Sie erfasst haben, markiert, was offen ist, und überlässt die rechtlichen Erklärungen (wie die Konformitätserklärung) Ihnen.