Kunden-Benachrichtigungsportal
Das Kundenverzeichnis (Seite „Kunden“) weiß, wer Ihre Maschinen betreibt — jede erfasste Inbetriebnahme benennt ihren Kunden, und Resilic gruppiert automatisch. Kunden lassen sich auch von Hand anlegen und bearbeiten. Das Benachrichtigungsportal macht aus dem Verzeichnis einen Kanal: Je Kunde stellen Sie einen öffentlichen Portal-Link aus, über den dessen Mitarbeiter Sicherheitsbenachrichtigungen für die betriebenen Maschinen abonnieren.
Das ist die Grundlage für die CRA-Pflicht aus Art. 14 Abs. 8, betroffene Nutzer über Schwachstellen, Vorfälle und Korrekturmaßnahmen zu informieren. Abonnements ergänzen diese Pflicht — sie ersetzen sie nie: Null Abonnenten ändern nichts an Ihrer Verpflichtung, und Resilic versendet ausschließlich auf Ihre ausdrückliche Aktion hin, mit einem von Menschen freigegebenen Artefakt dahinter.
Die Kundenseite
Abschnitt betitelt „Die Kundenseite“Jeder Kunde hat eine eigene Seite — eine Zeile im Verzeichnis (oder ein Kundenname anderswo in der App) öffnet sie. Sie zeigt die Identität des Kunden, die betriebenen Maschinen gruppiert nach Produkt (jeweils verlinkt auf die Produktseite), die Portal-Steuerung und die Abonnentenliste.
- Bearbeiten benennt den Kunden um oder setzt das Land. Eine Umbenennung aktualisiert den Kundennamen an jeder erfassten Inbetriebnahme — die Historie folgt dem Kunden, wo immer sie angezeigt wird.
- Eine Umbenennung auf einen bereits vergebenen Namen wird abgelehnt: Zwei gleichnamige Kunden sind fast immer Duplikate, und stilles Zusammenführen ist nie richtig. Nutzen Sie stattdessen das geführte Zusammenführen auf der Seite des verbleibenden Kunden: Maschinen und Abonnenten des Duplikats ziehen um, doppelte Abonnenten-Adressen werden zusammengeführt (die stärkere Einwilligung — bestätigt vor ausstehend — bleibt), und das Duplikat wird gelöscht, womit auch sein Portal-Link stirbt. Die Bestätigung benennt all das, bevor etwas passiert.
- Kunde anlegen im Verzeichnis erstellt einen Kunden, bevor eine Inbetriebnahme ihn benennt — nützlich, um Portal und Abonnenten schon vor der ersten Inbetriebnahme vorzubereiten. Später unter demselben Namen erfasste Inbetriebnahmen verknüpfen sich automatisch (Groß-/Kleinschreibung spielt keine Rolle).
- Beim Erfassen einer Inbetriebnahme ist das Kundenfeld eine Auswahl über das Verzeichnis: Bestehenden Kunden wählen (das Land wird vorbelegt) oder weitertippen — ein Hinweis sagt, dass ein neuer Kunde angelegt wird. Inbetriebnahme-Zeilen verlinken zurück auf die Kundenseite.
- Auch Standorte sind Entitäten: Die Kundenseite listet die physischen Orte mit der Zahl ihrer aktiven Maschinen. Einen Standort einmal zentral umbenennen oder sein Land setzen — alle Maschinen dort folgen, und das Land des Standorts ist maßgeblich dafür, in welchem Mitgliedstaat seine Maschinen stehen. Eine Umbenennung auf einen bestehenden Standort führt beide nach Bestätigung zusammen. Ein Standort mit Land unbekannt hatte widersprüchliche (oder keine) Länder an seinen historischen Inbetriebnahmen — Resilic rät nie; setzen Sie es hier. Beim Erfassen einer Inbetriebnahme ist das Standortfeld eine Auswahl über die Standorte des Kunden; die Wahl belegt das Land vor und sperrt es.
- Auch Standorte sind Entitäten: Die Kundenseite listet die physischen Orte mit der Zahl ihrer aktiven Maschinen. Einen Standort einmal zentral umbenennen oder sein Land setzen — alle Maschinen dort folgen, und das Land des Standorts ist maßgeblich dafür, in welchem Mitgliedstaat seine Maschinen stehen. Eine Umbenennung auf einen bestehenden Standort führt beide nach Bestätigung zusammen. Ein Standort mit Land unbekannt hatte widersprüchliche (oder keine) Länder an seinen historischen Inbetriebnahmen — Resilic rät nie; setzen Sie es hier. Beim Erfassen einer Inbetriebnahme ist das Standortfeld eine Auswahl über die Standorte des Kunden; die Wahl belegt das Land vor und sperrt es.
- Maschinen lassen sich bearbeiten (Standort, Land) und außer Betrieb nehmen — nie löschen. Eine außer Betrieb genommene Maschine bleibt erfasst (ihr NIS2-Nachweispaket bleibt verfügbar), zählt aber nicht mehr zur aktiven Flotte: weder zu den aktiven Inbetriebnahmen im Verzeichnis noch zu den betroffenen Mitgliedstaaten eines neuen meldepflichtigen Ereignisses noch zum Benachrichtigungsversand. Ein Versehen lässt sich rückgängig machen.
Der Portal-Link
Abschnitt betitelt „Der Portal-Link“Auf der Kundenseite den Portal-Link erstellen:
- Die URL wird einmalig angezeigt — kopieren und an Ihren Ansprechpartner beim Kunden geben. Gespeichert wird nur der Hash, wie bei jedem öffentlichen Token in Resilic.
- Erneuern stellt eine neue URL aus und macht die alte sofort ungültig; bestehende Abonnements überleben die Erneuerung.
- Widerrufen nimmt die Seite offline. Widerrufene und ungültige Links sind nicht unterscheidbar (nicht auffindbar).
Die Portal-Seite zeigt die Maschinen des Kunden (Produkt, Version, Standorte), ein Abonnement-Formular und die aktuellen Abonnenten mit maskierten E-Mail-Adressen. Sie zeigt nie Schwachstellen- oder Vorfallsinhalte — sie verwaltet Abonnements, sonst nichts.
Double-Opt-in, Ein-Klick-Abmeldung
Abschnitt betitelt „Double-Opt-in, Ein-Klick-Abmeldung“Wer den Portal-Link hat, kann eine E-Mail-Adresse eintragen (und Deutsch oder Englisch wählen) — aktiv wird das Abonnement aber erst mit Klick auf den Bestätigungslink in der daraufhin versendeten E-Mail. Der Link ist einmalig verwendbar und 7 Tage gültig. Bis dahin wird an diese Adresse nichts weiter gesendet.
Jede E-Mail trägt einen Ein-Klick-Abmeldelink, der ohne Anmeldung funktioniert. Abgemeldete Adressen erhalten nichts mehr und können sich über das Portal erneut anmelden (was das Double-Opt-in neu startet).
Datenschutz
Abschnitt betitelt „Datenschutz“Die Daten sind bewusst minimal: Der Abonnenten-Datensatz enthält E-Mail-Adresse, gewählte Sprache und die Einwilligungszeitstempel — mehr nicht. Auf Herstellerseite sehen Sie die Abonnenten Ihrer Kunden im Klartext (Sie sind Verantwortlicher dieser Beziehung) und können einen Abonnenten auf Wunsch löschen; mit der Zeile werden die personenbezogenen Daten gelöscht.
Benachrichtigungen versenden
Abschnitt betitelt „Benachrichtigungen versenden“Beide Versandwege sind explizite Aktionen mit einem von Menschen freigegebenen Artefakt dahinter — Resilic legt nie von selbst etwas offen:
- Aus einem veröffentlichten Advisory: Ein freigegebenes Security Advisory bietet Abonnierte Kunden benachrichtigen an. Resilic ermittelt, welche Kunden eine betroffene Produktversion betreiben, und mailt deren bestätigte Abonnenten — je Empfänger, in dessen Sprache, mit den Fakten des Advisories (CVE, betroffene und behobene Versionen, empfohlene Maßnahme) und dem Ein-Klick-Abmeldelink. Ein Entwurf kann nicht versendet werden: Er hat keinen Nutzer erreicht.
- Aus dem Schritt „Nutzer informiert“: Verknüpft der Art.-14-Abs.-8-Schritt eines meldepflichtigen Ereignisses ein veröffentlichtes Advisory, können Sie Abonnierte Kunden zusätzlich über Resilic benachrichtigen ankreuzen. Der Versand läuft wie oben, und der Eintrag „wie wurden Nutzer informiert“ füllt sich aus dem Ergebnis.
Jeder Versuch — zugestellt oder fehlgeschlagen — hinterlässt eine Zeile im Zustellprotokoll am Advisory bzw. Ereignis: maskierte Adresse, Ergebnis, Zeitstempel. Die Maskierung ist Absicht: Der Art.-14-Abs.-8-Nachweis überlebt eine spätere Löschung des Abonnenten, ohne das personenbezogene Datum zu behalten. Null Abonnenten ändern nichts an der Pflicht selbst — der manuelle Weg bleibt, und der Eintrag dokumentiert, wie sie erfüllt wurde.